100 Jahre Feuerwehr Elspe - das Jubiläumsjahr im Rückblick

Mit einer großen Jubiläumsveranstaltung am 15. und 16. September fanden die Feierlichkeiten zum 100 jährigen Jubiläum der Elsper Feuerwehr ihren Höhepunkt. Nach dem traditionellen Sommerfest im Mai fand am 9. Juni auf dem Marktplatz in Elspe eine große Schauübung statt, bei der die Bevölkerung eingeladen war, sich über den Leistungsstand ihrer Feuerwehr zu informieren. Unterstützt wurde die Feuerwehr Elspe dabei von den Feuerwehren Oberelspe, Oedingen, Meggen und dem MHD Oedingen.

Am 12. September fand unter dem Motto "Helfer helfen Helfern" in der Sauerlandhalle ein Benefizkonzert zu Gunsten des St. Elisabeth Hospizvereins Altenhundem anlässlich des 100jährigen Jubiläums der Feuerwehren Elspe, Altenhundem und Kirchhundem statt. Hier konnten das Luftwaffenmusikkorps 4 aus Berlin und das Luftwaffenmusikkorps 3 aus Münster ihr Können unter Beweis stellen.

Das Jubiläumswochenende begann am Samstag, dem 15.09. mit einer feierlichen Kranzniederlegung und Gedenken an die verstorbenen Kameraden der Feuerwehr Elspe in der Friedhofskapelle unter Beteiligung der Fackelträger. Beim anschließenden Festgottesdienst in die St. Jakobus Kirche, zelebriert von Pastor Dieter Koke mit musikalischer Unterstützung durch das Musikcorps Elspe, wurde auch die neue Fahne der Löschgruppe Elspe feierlich eingeweiht und mit dem kirchlichen Segen versehen.

Um 19.30 Uhr begann der Kommersabend in der Schützenhalle und Löschgruppenführer Karsten Grobbel konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen, wie Landrat Frank Beckehoff, Bürgermeister Alfons Heimes, Kreisdirektor Theo Melcher sowie eine Abordnung der Feuerwehr aus der Partnerstadt Otwock. In den Festansprachen wurde ganz besonders das gute Zusammenspiel zwischen Feuerwehr mit Rat und Verwaltung der Stadt betont. Klaus Söbke moderierte den Abend und führte die Gäste durch eine per Beamer vorgetragene interessante „Zeitreise durch 100 Jahre Feuerwehrgeschichte“.

Beim Feuerwehrball mit der Egerlandbesetzung des Musikvereins Elspe und der Band „Night Life“ wurde nach dem offiziellen Part kräftig bis in die frühen Morgenstunde gefeiert.

Der Sonntag wurde als "Tag der offenen Tür" bei allerbestem Spätsommerwetter zum Publikumsmagnet. Die vielen Besucher nutzten die Gelegenheit, um sich über das Leistungsspektrum der Feuerwehren sowie der anderen Hilfsorganisationen aus dem Kreis Olpe zu informieren oder einen Rundflug mit dem Hubschrauber zu unternehmen. Mehrere befreundete Feuerwehrzüge und Hilfsorganisationen wie DRK, MHD, THW, Jugendfeuerwehr und die Polizei mit ihren Diensthunden sorgten für ein abwechselungsreiches Demonstrationsprogramm.

Zwischen den Einsätzen machte der Rettungshubschrauber „Christoph 25“ einen Besuch und führte die Möglichkeiten dieser fliegenden Intensivstation vor. Das Non-Stop-Demonstrationsprogramm hatte einiges zu bieten: Ganz Mutige konnten in einem Pkw- Überschlagsimulator der Feuerwehr Oberhenneborn das Gefühl erleben, nach einem Unfall Kopfunter in den Sicherheitsgurten zu hängen. Bei einer Gemeinschaftsaktion von Feuerwehr und MHD wurde an einem Pkw die Übung „patientenorientierte technische Rettung“ vorgeführt und ein eingeklemmter Patient mittels Spreizer und Hydraulikschere befreit.

 Dabei wurde - Motto: Von der Limousine zum Cabrio in nur zwei Minuten - kurzerhand das Dach abgeschnitten. Die Polizeihunde wurden schnell beim Erschnüffeln von Drogen fündig und zeigten scharfe Zähne bei der Festnahme von „Ganoven“.

Weniger „kriminell“ war die Vorführung der THW-Rettungshunde: Die Hundeführer wurden mit ihren Vierbeinern per Drehleiter hochgezogen und zeigten das geschickte Abseilen per Hand von Zwei- und Vierbeiner. Die Schauübung der Jugendfeuerwehr zeigte bei einem simulierten Garagenbrand mit Verletzten, dass sich die Lennestädter Feuerwehr um Nachwuchs nicht sorgen muss. Die nicht einfache Übung wurde von Heinz Lübke moderiert, der seit 1985 den Nachwuchs trainiert und viele Wehrmänner ausgebildet hat.

Der „Drillsergeant“, so wird er scherzhaft genannt, bildete seinerzeit auch den heutigen Elsper Löschgruppenführer Karsten Grobbel und seinen Stellvertreter Thorsten Junker aus.

Die kleinen Gäste drehten derweil im „Floriansdorf" mit Tret-Feuerwehrautos ihre Runden oder ließen sich beim Kinderschminken bemalen. Löschgruppenführer Karsten Grobbel und Dietmar Eckhard, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Lennestadt, resümierten am Ende des aufregenden Tages: „Das war ein super Tag, besser hätte es nicht laufen können.“

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