Brandschutzerziehung

Brandschutzerziehung... denn wer Bescheid weiß, spielt nicht mit dem Feuer

 

Jeder kennt aus seiner Kindheit den Spruch „Messer, Gabel, Schere, Licht – sind für kleine Kinder nicht“. Doch diese Einstellung steht entgegen den Bedürfnissen von Kindern. Aber wie gehen Kinder mit Verboten um? Kinder wollen ihre Umwelt entdecken. Sie wollen und müssen Erfahrungen sammeln, um im späteren Leben Entscheidungen treffen zu können.

 

Ein Verbot wirkt nur, wenn man es kontrollieren kann und das ist einfach nicht immer und überall möglich…

    

Warum Brandschutzerziehung?

Feuer übt auf Kinder eine geradezu magische Faszination aus. Doch der allzu sorglose und nicht geschulte Umgang mit Feuer führt jedes Jahr aufs Neue zu vielen Brandopfern. Durchschnittlich kommen in Deutschland wöchentlich etwa 10 Menschen ums Leben, 3 davon sind Kinder. Durch Feuer und Rauch werden zudem 6000 Personen schwer und 60000 leicht verletzt.

 

Haben Sie gewusst, dass über 30% aller Brandstiftungen durch Kinderhand entstehen?

 

Sind Kinder Brandstifter ?

Das Kinder vorsätzlich Brände legen, ist ganz klar die Ausnahme. Auf Grund ihrer fehlenden Erfahrungen können Kinder vielmehr die Folgen ihres Spielens mit Feuer nicht richtig einschätzen. Viele Brände entstehen nur durch Unwissenheit der Kinder. Genau hier setzt die Brandschutzerziehung an.

 

Warum spielen Kinder gerne mit Feuer ?

Andersrum gefragt, was fasziniert uns Erwachsene so an Feuer? Warum ziehen uns knisternde und flackernde Kaminfeuer oder der Schein von Kerzen so in den Bann? Jetzt verstehen Sie bestimmt, warum Kinder nur schwer der Versuchung widerstehen können, Feuer selbst anzünden zu wollen.

 

Gutes Feuer – schlechtes Feuer

Das Ziel der Brandschutzerziehung ist es, den Kindern die zwei Gesichter des Feuers zu zeigen. Die Kinder werden mit allen Sinnen die Faszination und Vielfalt des Feuers erfahren. Sie werden lernen, wie kleine und große Feuer entfacht, aber auch gezähmt – also gelöscht – werden können.Es geht nicht darum, den  Kindern das Löschen von Flammen beizubringen, sondern vielmehr die Angst vor dem Feuer zu nehmen und es somit richtig einzuschätzen. Sie üben das richtige Verhalten im Brandfall, also Hilfe zu holen oder sich selbst zu retten bzw. in Sicherheit zu bringen.

 

 

 

Gemeinschaftlich ans Ziel

Viele Eltern haben im Zusammenhang mit Brandschutzerziehung das Vorurteil: „Jetzt lernt mein Kind schon im Kindergarten das Zündeln mit Streichhölzern und fackelt mir noch meine Wohnung ab“. Hierzu ist es wichtig, die Eltern aufzuklären. Brandschutzerziehung ohne Aufklärung und  Zusammenarbeit mit Eltern, Erzieherinnen und der Feuerwehr ist nicht denkbar. Nur ein Kind, das Bescheid weiß, kann auch richtig in einer „brenzligen Situation“ reagieren. Deshalb ist ein reger Erfahrungs- und Informationsaustausch bei solchen wichtigen Themen unerlässlich:

  • Nehmen Sie sich Zeit, mit Ihrem Kind über das Thema zu reden
  • Lassen Sie sich über die Brandschutzerziehung von Ihrem Kind berichten und das „Erlernte“ unter Aufsicht von Erwachsenen zeigen. Es verhindert „heimliches Kokeln“ in der Wohnung
  • Erlernen auch Sie das richtige Verhalten im Brandfall

 

Das Projekt Brandschutzerziehung

Das Projekt der Brandschutzerziehung besteht aus vier Bausteinen:

  • Gutes Feuer – Schlechtes Feuer ( Feuer als Freund - Feuer als Feind)
  • Umgang mit Zündmitteln
  • Verhalten im Brandfall
  • Alarmierung der Feuerwehr

Die Einarbeitung der Bausteine beginnt im Kindergarten und wird später in der Schule weitergeführt. Zudem besuchen die Kinder unser Feuerwehrgerätehaus, wo wir ihnen unsere Fahrzeuge und Ausrüstung zeigen und vorführen.

 

Sie haben noch Fragen zum Thema „Brandschutzerziehung“?

Dann setzen Sie sich mit uns in Verbindung

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